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  Illu Folgeseite

Aufsuchungsgebiet

Wir verfügen über sechs Erlaubnisfelder für die Ausuchung von Gas (sog. Konzessionsflächen). Eine weitere Fläche ist gemeinsam mit der FlözgasMünsterland beantragt. Die Gesamtgröße der Konzessionsflächen beträgt dann rund 334 km². Im Aufsuchungsfeld „Donar“ werden wir gemeinsam mit den Unternehmen Mingas-Power GmbH und Minegas GmbH die Aufsuchung von Kohleflözgas durchführen.

Die Grenzen der einzelnen Felder basieren auf den geologischen Gegebenheiten sowie dem benachbarten Steinkohlenbergbau und dessen derzeitiger Erdgasgewinnung. Der Untergrund der Erlaubnisfelder ist durch mehr als 300 Erkundungsbohrungen, durch geophysikalische Untersuchungen sowie durch den Steinkohlenbergbau sehr gut erkundet. Die Ergebnisse der früheren Aufsuchungsarbeiten wurden vom Geologischen Dienst NRW aufbereitet und dienen nun als Planungsgrundlage für die Erkundung der Kohleflözgaslagerstätten. Durch unsere Untersuchungen gewinnen wir Erkenntnisse, die speziell für die Gewinnung von Kohleflözgas relevant sind. Dazu zählen der Gasgehalt der Steinkohle, die natürliche Durchlässigkeit („Permabilität“) des Gesteins sowie die Menge und Zusammensetzung der enthaltenen Flüssigkeiten (sog. Formationswasser).

 

1. Aufsuchungsbohrung: Industriebrache Radbod 7 in Ascheberg-Herbern

Die ehemalige Schachtanlage Radbod 7 in Ascheberg-Herbern ist nach Auswertung aller Analysen der geeignetste Standort für die erste Aufsuchungsbohrung „Herbern 58“.

Die Industriebrache befindet sich im Erlaubnisfeld Rudolf. Sie liegt nicht innerhalb eines Naturschutz-, Landschafts- oder Trinkwasserschutzgebietes. Der Abstand zur nächsten Wohnbebauung beträgt rund 500 Meter. Für den Bohrbetrieb gibt es An- und Abfahrtswege außerhalb der Hauptverkehrsrouten.

„Bei der Suche nach einer geeigneten Lokalität haben wir nicht nur die unterirdischen, sondern auch die oberirdischen Gegebenheiten berücksichtigt“, sagt HammGas-Geschäftsführer Ralf Presse. „Mit der Industriebrache Radbod 7 fällt die Wahl auf eine bereits durch den Bergbau verbrauchte Fläche abseits von Naturschutz- und Wohngebieten.“ Der geplante Bohrplatz wird mit einer Fläche zwischen 4.000 und 5.000 m² deutlich kleiner sein als ein Fußballfeld (über 7.000 m²).


Auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Radbod 7 in Ascheberg-Herbern plant HammGas eine erste Aufsuchungsbohrung.

Kartenansicht der ehemaligen Schachtanlage Radbod 7 in Ascheberg-Herbern.

 

2. Aufsuchungsbohrung: Ackerfläche nahe der Martinstraße (Fläche der Stadtwerke Hamm)

Die für die 2. Aufsuchungsbohrung präferierte Fläche nahe eines Umspannwerkes der Stadtwerke Hamm ist nach Auswertung aller Analysen der geeignetste Standort für die zweite Aufsuchungsbohrung „Prinz Schönaich 31“. Die Parzelle befindet sich im Besitz der Stadtwerke Hamm.

Die Fläche befindet sich hinter dem Umspannwerk an der Martinstraße. Sie liegt nicht innerhalb eines Naturschutz-, Landschafts- und Trinkwasserschutzgebietes. Der Abstand zur nächsten Wohnbebauung beträgt rund 350 Meter. Das Gelände ist über die angrenzende Kreisstraße zu erreichen.

„Nach Auswertung aller Daten im Rahmen unseres Analysemodells, der Tektomechanik, haben wir auf diesem Gelände der Stadtwerke Hamm eine geeignete Lokation zur Niederbringung einer zweiten Aufsuchungsbohrung gefunden“, sagt HammGas-Geschäftsführer Ralf Presse. „Bei der Suche nach einem Bohrstandort haben wir nicht nur die untertägigen, sondern auch die obertägigen Gegebenheiten berücksichtigt.“

Durch die Nähe zum Umspannwerk besteht ggf. die Möglichkeit sowohl Wasser- als auch Stromanschlüsse per Leitung zu legen und somit weitere Einflüsse auf Umwelt und Infrastruktur so gering wie möglich zu halten. Der geplante Bohrplatz wird mit einer Fläche zwischen 4.000 und 5.000 m2 nur rund die Hälfte der Stadtwerke-Fläche (9.800 m2) einnehmen. Ein Fußballfeld umfasst im Vergleich dazu eine Fläche von über 7.000 m2.

Der Bohrendpunkt liegt derzeit außerhalb des angrenzenden Naturschutzgebietes (NSG) „Donauer Bach“ – in einer Tiefe von ca. 640 Metern. Die Schutzziele des NSG werden durch die Bohrung nicht beeinflusst. HammGas wird die Schutzziele in einer freiwilligen Umweltverträglichkeits-Vorprüfung (UVP-Vorprüfung) aufnehmen und analysieren.

 

 

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